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Open Source nur bei Kostendruck?

Das Verfolgen makroökonomischer Entwicklungen lässt bei dieser Frage kein striktes
„Nein“ oder klares „Ja“ zu.

Zunächst stellt sich die Frage:

Was ist Open Source?

Unter Open Source versteht man die Offenlegung der Quellcode-Dateien (je nach Lizenz) die Dokumentationen und die Verwendbarkeit der Produkte.

Open Source ist Stichwort für eine Fülle von Überlegungen und Vorteilen:

Open Source ist Unabhängigkeit vom Hersteller
Software-Hersteller, die auf so genannte proprietäre Erweiterungen (eigene Software mit geschlossenem Quellcode) setzen, binden in der Regel den Nutzer eng an sich. Bei Überlastung, wirtschaftlicher Schieflage, o.ä. ist die Betreuung der Software oft mit Verzögerungen, oder gar Totalausfall verbunden.

Open Source (offene Standards) halten solche Risiken gering und machen Nutzer in einem gewissen Grad durch quelloffene Software (offengelegte Schnittstellen) unabhängig. Nahezu übergangszeitfrei kann Software so ohne neue Basis und vor allem ohne unüberschaubare Kosten überarbeitet, bzw.den Nutzerwünschen entsprechend angepasst und weiter-entwickelt werden, nicht nur vom Hersteller sonder auch von der dazugehörigen Community

Open Source -  „Hilfe hat viele Namen“

Kostenlose Support Communities, Foren, Blogs, Tutorials oder Distributoren lassen einen direkten Zugriff auf nahezu alle Themen zu. Will der Nutzer dies nicht selbst tun, kann eine Unzahl von kompetenten Dienstleistern Hilfestellung geben, bzw. nahtlos „weiterarbeiten“.

Open Source verspricht infrastrukturelle Einsparpotentiale

Datenbanksysteme auf Open Source-Basis MySQL, PostgreSQL mit Erweiterungen (Transaktionen, Stored Procedures, Triggers, Subqueries) sind weitaus günstiger als Infrastrukturprodukte vergleichbarer proprietärer Anbieter wie Microsoft, IBM, oder teilweise Oracle.

Open Source-Umstellung: Wartungsgebühren vs Umstellungskosten

Die Senkung von Betriebskosten hängt von der Lizenzkostenamortisation ab. Unter Beachtung von Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Support ist ein Wechsel zu Open Source nach Amortisation der Lizenzkosten meistens wirtschaftlich sinnvoll.

Open Source ist schnelle Reaktion und eingrenzbares  Sicherheitsrisiko

Sicherheitsrelevante Lücken oder Fehlfunktionen sind in den Quellcodes kommerzieller Anwendungen (Source-Code) nur schwer auszumachen. Open Source lässt Eingriffe der Projektgemeinde und so Korrekturen zu. Meist haben Open Source Projekte eine schnelle Reaktionszeit in puncto Sicherheits-Updates.
Ein Unsicherheitsfaktor bei quellgeschlossenen Produkten sind sicherheitsrelevante Komponenten. Der Nutzer vertraut hier darauf, dass der Hersteller genügend Sorgfalt in Bezug auf Sicherheitsrisiken (Spionage, Sabotage, unterlaubte Zugriffe) aufwendet.
Open Source-Produkte bieten durch ihre quelloffenen Algorithmen und Anwendungen höchste Transparenz bei Funktionalität und Schutz.

Open Source in unternehmensneuralgischen Bereichen

Skeptiker verweisen bei Open Source-Systemen gerne auf vermeintliche Defizite im Hinblick auf technische Unterstützung und Rechtssicherheit. Diese Bedenken sind in der Regel weder überzeugend, noch stichhaltig. Dank lokaler Distributoren (die neben vernünftigem Support auch weitere Dienstleistungen bieten) lassen sich rechtliche Unterschiede zwischen Europäischem und US-amerikanischem Recht ausschliessen.

Open Source – auch im Portfolio der großen System-Anbieter

Der Trend verschiebt sich auch bei großen Anbietern in Richtung „flexible Vertriebsmodelle“. So bieten beispielsweise Unternehmen wie Oracle (MySQL), oder Novell (Open-Suse-Linux) eine kostenpflichtige Version mit technischer Unterstützung und Service, sowie eine kosten-lose Version an. Der Nutzer profitiert vom „skalierbaren Gebrauch der Anwendung“, d.h. je nach Anforderung und Wissen fällt die Systementscheidung. Einige Anbieter lassen die zeitnahe Kündigung von Verträgen zu, ohne dadurch den Anspruch auf die weitere Nutzung der Anwendung in reduziertem, aber weiter ausreichendem Umfang zu untersagen.

Open Source  - „Überdimension ade!“

Anwendungen und die damit verbundenen Kosten werden ständig hinterfragt. Die Mehrzahl der PC-Arbeitsplätze sind mit Windows-Distributionen ausgestattet. Angesichts der steigen-den Verbreitung von Cloud-Computing und browserbasierten Anwendungen ist Technik und Anwendung nicht selten überdimensioniert. Hinzu kommt, dass Nutzer von Anbietern oft zu teuren Upgrades gezwungen werden, um den Supportanspruch nicht zu verlieren. Eine Alternative zu Microsoft-Windows bieten Linux-Systeme, die bezüglich Bedienbarkeit und Ergonomie dem verbreiteten Windows in nichts nachstehen. Im Office-Segment lassen sich durch den Einsatz von Open Office (via DMS-Lösung) beträchtliche Einsparungen erzielen.

Open Source – Vom „Trend“ zur Bewegung

Open Source setzt sich in vielen IT-Bereichen zunehmend durch. Aus dem „Trend“ ist eine „Bewegung“ geworden. Zusätzlich zu Content-Management Systemen (CMS), Web-Server, oder Datenbanken, werden zunehmend in neuralgischen Bereichen wie CRM (Customer Relations Management), DMS (Document Management Systeme), BI (Business Intelligence), oder ERP (Enterprise Ressource Planing) hoch professionelle quelloffene Lösungen eingesetzt.

Open Source – Zuverlässigkeit und Kostenoptimierung

IT-Budgets sollten in puncto Gesamtkosten, Lizenzgebühren und Herstellerabhängigkeit ständig auf dem Prüfstand stehen. Quelloffene Open Source-Lösungen bieten für alle Wechselfälle im Unternehmen nicht nur ein Höchstmaß an Flexibilität, sondern auch ein beachtliches Einsparpotential



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